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Ein Hoch auf die eigene Wohnung
Jeder kennt sie und keiner will sie missen. Die Rede ist von der eigenen Wohnung. Leider haben nicht alle Menschen das Privileg der eigenen vier Wände. So zum Beispiel viele behinderte Menschen. Sie wohnen in einem Wohnheim für Behinderte. Freilich, viele kennen es gar nicht anders. Dennoch ist es wesentlich angenehmer für den Menschen in einer Wohnung für sich selber oder mit anderen zu leben. Deswegen wagen viele Träger der Behindertenhilfe einen großen Schritt nach vorne. Sie mieten Wohnungen an und vermitteln diese an Behinderte weiter. In diesen Wohnungen verpflegen sich die Mieter selber und müssen sich auch um ihren Haushalt kümmern. Falls gewünscht oder notwendig, können vom Vermieter auch Leistungen gekauft werden. Eine Haushaltshilfe zum Beispiel. Die Wohnungen sind sehr begehrt und nicht selten ergibt sich auch eine Wohngemeinschaft einiger Behinderter. Sie leben zusammen und bewältigen ihren Alltag gemeinschaftlich. Jeder bringt sich ein, so gut es eben geht. Dieses Modell hat eindeutig Zukunft und wird auch gerne angenommen. Die Wohnungen vermitteln nicht nur einen gewissen Grat an Selbstständigkeit, sie werten auch das Leben der behinderten Mieter enorm auf. Es ist schließlich ein ganz großer Schritt in Richtung normales Leben. Und das wollen wir ja alle. Warum dann also die behinderten Menschen ausschließen wollen? Es macht eben keinen Sinn und ist äußerst diskriminierend. Das muss nicht sein. Als betreutes Wohnen für Behinderte können sich die Mieter ganz frei entfalten und ihren Alltag so verbringen wie sie es eben möchten. Ohne feste Regeln einer stationären Einrichtung. Und selbst das ist schon viel Wert.
geschrieben von schossig am 22.06.2009 - 01:52:24 - letzte Bearbeitung am 22.06.2009 - 01:52:24